Rottal-Inn

Offener Brief des Helferkreis Godlsham

Beispielhaftes Miteinander 

Die kleine Betul freute sich gemeinsam mit ihrem Papa Ahmed über das große Fest – und die vielen Leckereien wollten ja auch noch probiert werden.

Schönau, 3. Oktober 2014 


Während anderswo noch Diskussionen über die Unterbringung von Asylbewerbern geführt werden, setzt Schönau ein Zeichen für eine Willkommenskultur: Mit einem Fest und fast 300 Gästen begrüßte der Ort die Asylbewerber, die seit einiger Zeit im ehemaligen Gasthof zur Post eine Heimat auf Zeit gefunden haben. Ein Kreis aus ehrenamtlichen Helfern und der Verein "Lebensraum Rottal-Inn" als Betreiber des Kulturzentrums Posthalterstadl hatten eingeladen und die Schönauer kamen gerne, um mit den Asylbewerbern zu essen und zu reden.

 

Bürgermeister Robert Putz erinnerte sich, dass er, als der Anruf aus dem Land- ratsamt mit der Ankündigung der Ankunft der ersten Asylbewerber kam, erst einmal verunsichert war. "Wir hatten ja bisher keine Erfahrung mit so einer Situation", gestand er ein. Doch dann habe die Devise gelautet: "Das kriegen wir hin".
Dass vom Start weg die Aufnahme der Asylbewerber in der Gemeinde so gut geklappt habe, sei ein Verdienst der vielen ehrenamtlichen Helfer.

 

MdL Reserl Sem lobte ebenfalls das "beispielhafte Miteinander" in Schönau. Landrat Michael Fahmüller betonte, dass man es im Landkreis immer noch geschafft habe, anständige Unterkünfte für die Asylbewerber zu finden. Die Asylbewerber hatten mit viel Liebe und Kreativität ein Buffet mit typischen Gerichten aus ihrer Heimat vorbereitet, das man sich dann schmecken ließ und bei dem man ins Gespräch kam. "Es tut gut, wenn man nicht nur als Fremder behandelt wird", dieser Satz war mehr als einmal zu hören.